Ein neuer Schädling breitet sich zunehmend in unseren heimischen Gärten aus:

Der Buchsbaumzünsler

Die Raupen des Buchsbaumzünslers sind grün-schwarz-weiß
gestreift, mit schwarzen Punkten, weißen Borsten
und schwarzem Kopf.

Sie verpuppen sich innerhalb einer Woche.

Dann schlüpft ein neuer Schmetterling, der seine Eier auf der
nächsten Pflanze ablegt.

Der Schädling frisst innerhalb kürzester Zeit Blätter und Triebe des Buchsbaums kahl. Oft kommt es sogar zum Absterben der Pflanzen. 

Befallene Pflanzenteile sollten umgehend entsorgt werden.

Bei kleinerem Befall reicht es in der Regel, die entsprechenden Stellen auszuschneiden, bei großflächigem Befall sollte am besten die ganze Pflanze entsorgt werden.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb rät, kleine Mengen an Buchsschnitt in nach Befüllung verschlossenen Papiertüten über die Biotonne zu entsorgen oder in Plastikbeuteln eingepackt in die Restabfalltonne zu geben, so dass sich die Raupen beim Lagern in der Tonne nicht zu Schmetterlingen entwickeln können und so die weitere Verbreitung des Buchsbaumzünslers eingedämmt wird. Bitte auf keinen Fall Plastikbeutel (auch keine kompostierbaren) in die Biotonne geben.

Größere Mengen an Buchsbaumschnitt sollten in geschlossenen Abfallsäcken auf der Deponie in Meudt oder Rennerod als Restabfall für 11,40 €/100 kg zur Entsorgung angeliefert werden.

Sowohl bei der Vergärung unseres Bioabfalls als auch bei der Entsorgung des Restabfalls werden Temperaturen von mindestens
70 °C über mehrere Tage erreicht, so dass die verschiedenen Entwicklungsstadien des Buchsbaumzünslers abgetötet werden.

Um die Ausbreitung bis zur Sammlung und während der Entleerungsvorgänge zu unterbinden, soll das zünslerbefallene Material nicht lose, sondern in verschlossenen Säcken in die jeweilige Tonne gefüllt werden.

Eine Annahme als Grünabfall ist nicht möglich, denn die betriebseigene Kompostierung kann die Verbreitung des Schädlings nicht sicher unterbinden. Bei der Grünabfallkompostierung des WAB wird zwar die nötige Temperatur erreicht, jedoch ist die zeitnahe Verarbeitung nicht gegeben und die Zwischenlagerung unvermeidbar. Aus dem Grund kommt die Verwertung über die Grünabfallkompostierung nicht in Frage.

Von der Verwertung befallener Pflanzenteile über den Komposthaufen im Garten wird grundsätzlich abgeraten. Bei der Kompostierung im Hausgarten werden die für die Abtötung der Raupen erforderlichen Temperaturen nicht erreicht.